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AVM Fritz!Fon 7150

Ein Alltagstest

All-in-one - so ungefähr könnte man das Konzept des Fritz!Fon 7150 aus dem Hause AVM betiteln. In der Versicherungsbranche hieße so etwas wohl "Rund-um-sorglos"-Paket. Festnetz-DECT-Telefon mit digitalem Anrufbeantworter, VoIP-Funktionalitäten, WLAN-Router inkl. Firewall und ADSL2+ Modem sowie Telefonanlagenfunktion für VoIP, ISDN und Analog-Netz... die Liste der Features des FritzFon erscheint endlos.

Auf den ersten Blick fällt das schicke Design auf, damit hat AVM erneut bewiesen, dass solide Technik nicht zwingend als "Schandfleck" unter der Flurkomode versteckt werden muss. Sowohl Mobilteil als auch Basisstation kommen im schlichten aber schicken Silber-Anthrazit daher, das farbige Telefondisplay ist hochauflösend. Hat man bislang den Router und ähnliches Zubehör eher unsichtbar platziert, stellt man sich das formschöne Fritz!Fon 7150 gerne auf den Schreibtisch. Auch in dieser Hinsicht hat AVM den Schritt in die richtige Richtung getan.

Auch die zusätzlichen Funktionen, wie etwa die Anschluss-Möglichkeit eines Druckers oder einer externen Festplatte via USB-Schnittstelle, das Einstellen eine Weckrufs oder auch das Aktivieren einer Nachtschaltung, sind interessant und in der Tat hilfreich im alltäglichen Einsatz.

Technische Details:

- Schnurloselefon (Standard DECT-GAP) für Internettelefonie
- DECT-GAP-Basisstation mit digitalem Anrufbeantworter (20 Min. Aufzeichnungskapazität)
- DECT-Telefonanlage für Internet- (VoIP) und Festnetztelefonie (ISDN oder analog)
- DSL-Router mit Firewall/NAT, DHCP-Server, DNS-Server, DDNS, Client, UPnP
- DSL-Modem kompatibel zu 1TR112/U-R2 und ADSL2+
- Bandbreitenmanagement DSL Traffic Shaping zur optimalen Nutzung des DSL-Anschlusses
- Anschluss für USB-Zubehör wie Drucker und Massenspeicher (maximal 2 USB-Massenspeicher und 1 USB-Drucker, oder 3 USB-Massenspeicher); Massenspeicher-Freigabe im LAN, WLAN und Internet
- Internettelefonie SIP-konform nach RFC 3261
- Rufumleitung, Halten, Makeln, Dreierkonferenz, CLIP, CLIR, MWI u.v.m.
- Intelligentes Codec Management (Codecs: G.711, G.726-32, G.726-40, G.726-24)
- WLAN Access Point mit werksseitiger WPA-Verschlüsselung (IEEE 802.11i)
- Stick & Surf-Technologie - Ad-hoc-Verschlüsselung mit einem FRITZ!WLAN USB Stick
- WLAN Access Point nach 802.11b, g und g++
- Zusätzliche interne WLAN-Antenne

Anschlüsse:

- DECT-GAP-Schnittstelle zur Anmeldung von bis zu 6 Schnurlostelefonen
- Wahlweise Anschluss an DSL + ISDN oder DSL + analoges Festnetz
- Anschluss für USB-Zubehör (z.B. USB-Drucker und -Festplatten) zur Nutzung im Netzwerk
- Ethernet (10/100 Base-T) für Anschluss und Vernetzung von Computern, Spiele-Konsolen (z.B. X-Box, Playstation)  oder einen Netzwerk-Hub oder -Switch (zum Anschluss weiterer PCs)
- WLAN-Funknetze nach 802.11b (11 Mbit/s), 802.11g (54 Mbit/s) und 802.11g++ (125 Mbit/s)
- WLAN-Verschlüsselung mit WPA2, WPA, WEP-64 oder WEP-128
- Taster für WLAN

Es können zusätzlich noch 6 weitere Mobilteile am Fritz!Fon angemeldet werden, sogar solche von Drittanbietern. Der integrierte AB hat eine maximale Aufnahmezeit von 20 Minuten, was sich in der Praxis als völlig ausreichend erweist. Per Fernabfrage können die eingegangenen Nachrichten abgefragt werden. Auch Kurznachrichten (SMS) können verschickt werden, das 7150 unterstützt sogar, ähnlich wie moderne Handys, die T9-Textfunktion. Das Telefonbuch ist mit bis zu 200 Einträgen ausreichend dimensioniert und kann wahlweise über das Telefon selbst oder auch über das Webinterface verwaltet bzw. editiert werden.

Bei der Vielfalt an Funktionen überrascht nicht nur die kompakte Bauweise, sondern auch die simpel gehaltene Bedienoberfläche, welche eine logisch aufgebaute und leicht verständliche Benutzerführung beeinhaltet. Das
umfangreiche Handbuch rundet die Sache ab. Wer bereits früher eine andere Fritz!Box in Gebrauch hatte, wird sich hierbei schnell zurecht finden.

Fazit: Trotz der zahlreichen Anschlüsse ergeben sich bei der Verkabelung und der Inbetriebnahme des Fritz!Fons so gut wie keine Schwierigkeiten. Die Hardware ist funktionell, die Beschreibungen derselben klar verständlich und die Einrichtungs-Assistenten der Software auch für wenig erfahrene Anwender geeignet. Profis können die Experten-Ansicht wählen und so auf alle Funktionen zugreifen.

Ein wahres Allround-Talent, das auch in der täglichen Praxis von kleinen oder mittleren Büros zuverlässig seinen Dienst verrichtet und die Anschaffung vieler Einzelgeräte erspart. Natürlich mit der immanenten Gefahr, dass man auf
Telefonie und Internetzugang gleichermaßen verzichten muss, sollte das Gerät einmal ausfallen. Aber diesen Wehrmutstropfen gibt es ja bei jedem Mehrzweckgerät.

Michael Rohrlich


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