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ESV "Kreditsicherheiten" (Lwowski / Merkel)

8. Auflage 2003, ca. 152 S., 18,60 Euro



Dieses Standardwerk behandelt die wichtigsten Rechtsfragen rund um die Kreditwirtschaft. Dabei erleichtern die vielen Beispiele und eine verständliche, praxisorientierte Sprache den Einstieg in die Thematik. Die Neuerungen der Insolvenzordnung sind ebenso in die Neuauflage mit eingeflossen, wie das Schuldrechtsmodernisierungsgesetz sowie die neuesten Entwicklungen der Rechtsprechung.

Nach einer anfänglichen Erläuterung von allgemeinen Grundsätzen - was bei einer derart theoretischen und "trockenen", wenn gleich auch bedeutsamen Materie sicherlich von Nutzen ist - werden die einzelnen Arten der Sicherheiten dargestellt. Die Unterteilung nach Personal- und Sachsicherheiten hilft dabei, den Überblick zu behalten. Exotisch anmutende Begriffe, wie etwa "Patronatserklärung", "Negativklausel" oder "Positiverklärung", werden in genauso anschaulicher Art und Weise erläutert, wie z.B. der Unterschied zwischen einem Brief- und einem Buchrecht.

Das handliche Format und das gute Druckbild fördern neben dem verständlichen Sprachstil das schnelle und sichere Eintauchen in die Welt der Sachsicherheit, der Pfandrechte und auch der Pfändungspfandrechte. Was schon zahlreichen Jura- und BWL-Studenten Kopfzerbrechen bereitet hat, wird hier von den Autoren in hervorragender Weise vermittelt. Aber auch dieser Titel aus dem Erich Schmidt Verlag eignet sich eher als Einstiegsliteratur und weniger als Praxisleitfaden für den Alltag - dort kann er eventuell noch als Nachschlagewerk dienen, Muster und Vorlagen sucht man hier vergebens.

Allerdings ist "Kreditsicherheiten" aus dem ESV auch anders konzipiert. Das durchaus gute Preis-Leistungs-Verhältnis macht die Kaufentscheidung, nicht zuletzt auch im Hinblick auf das Konkurrenz-Umfeld, nicht allzu schwierig.

Bei dem zweiten Autoren handelt es sich übrigens nicht um unsere derzeitige Bundeskanzlerin (Stand: 07/2006), sondern um Herrn Rechtsanwalt Dr. Helmut Merkel.



Michael Rohrlich